
Droschka und Silberthal
Die Ortsteile Droschka und Silberthal liegen unmittelbar nebeneinander und wurden schon in früheren Zeiten als Gemeinde Droschka geführt.
Droschka wurde erstmals 1145 als Draskow urkundlich erwähnt. Spätere Ortsnamen, wie Drosz (1198) und Drosz (1280) weisen eindeutig auf die slawische Herkunft hin. Dem Kloster Bürgel zinsverpflichtet gehörte der Ort zum wirtschaftlichen Machtbereich des Klosters. Im späten Mittelalter besaß Droschka ein Gut, welches die Jahrhunderte überstand und erst nach 1945 Opfer der Bodenreformen wurde. Das verfallene Herrenhaus wurde letztendlich 1988 abgerissen.
1569 zählte der Ort 6 Häuser. Einwohner waren Kleinbauern und Tagelöhner. Die Flur erstreckte sich vom Lompertsberg bis ins Silberthal. Im oberen Buntsandstein befanden sich Gipslager; sodass im Ort eine kleine Gipsmühle entstand, welche Düngergips herstellte. Im 18 Jahrhundert wüteten einige Großbrände in Droschka. Mehrere Vereine, die Burschen – Gesellschaft, der Gesangsverein und der Radfah-rerverein prägten das gesellschaftliche Leben im Ort um 1900. In Droschka existier-ten viele Jahre ein Gasthof, ein Bäcker und ein Laden für den täglichen Bedarf, welcher später der Konsum wurde.
Droschka ist geprägt durch die Lage an der B7. Diese verläuft zwischen Trotz und Bürgel direkt durch die Ortschaft und wird beidseitig von Häusern gesäumt.
Bis 1972 führte die Bahnlinie zwischen Jena und Eisenberg an Droschka vorbei. Heute wird der ehemalige Bahndamm als Radwanderweg und Trimm-Dich-Pfad genutzt.
Silberthal liegt umgeben von herrlichen Wäldern eingebettet im Tal des Silberba-ches, welcher durch den Jüdengrund fließt. In Silberthal wurde 1871 eine Dampfbrauerei gegründet. Sie bestand bis Mitte des 1900. Später wurde es Betriebsferienheim und Kinderferienlager des VEB IKR Bitterfeld genutzt und nach 1989 zu einer Pension umgestaltet. Noch heute können Gestresste die Ruhe, die klare und saubere Luft genießen und ausgedehnte Wanderungen ins Holzland starten. Die Pension hat einen Biergarten, eine Kegelbahn sowie einen Festsaal, wo die Gäste mit gutbürgerlicher Küche versorgt werden.
In den letzten Jahren hat sich das Gesamtbild beider Ortschaften verändert. Viele Häuser wurden modernisiert und rekonstruiert. Der Gutspark ist beliebter Picknick-Platz und Ausgangspunkt für Wanderungen. Durch den bestehenden Förderverein werden dort alljährlich die nunmehr traditionellen Maifeuer sowie Dorf- und Kinder-feste veranstaltet.
