Stadt Bürgel

Der heilige Georg als Schutzpatron im Wappen der Stadt Bürgel erinnert an das Mittelalter. Auf dem Georgenberg zwischen Bürgel und Thalbürgel befand sich einst eine kleine Burg (=Burgelin), die dem Ort seinen späteren Namen gab, der erstmals im Jahr 1133 im Zusammenhang mit dem Kloster urkundlich erwähnt wurde. Das Stadtrecht wurde bereits vor dem Jahr 1234 verliehen, womit Bürgel zu den 20 ältesten Städten Thüringens zählt.

Aus einer kleinen Kaufmanns-, Handwerker- und Bauernsiedlung, deren Dreiecksmarkt auf dem heutigen Baderplatz noch erkennbar ist, entstand vor allem auch aufgrund der Klosterkirche in Thalbürgel und der Anbindung zu den Fernhandelswegen eine mittelalterliche Stadtanlage mit quadratischem Markt, an dem unter anderem das Rathaus und die Stadtkirche St. Johannis liegen.

Insbesondere das traditionelle Töpferhandwerk prägte das städtische Leben. Im Jahr 1660 wurde die erste Töpferinnung und im Jahr 1880 das Keramikmuseum gegründet. Im einzigen Spezialmuseum für Keramik in Thüringen wird die über 450-jährige Töpfertradition in Bürgel dokumentiert. Der erste Bürgeler Töpfermarkt fang 1971 statt, der heute beispielgebend für ein reges Vereinsleben ist, wie auch die Veranstaltungen im Schützenhaus oder in der Sportstätte.

Wirtschaftlichen Aufschwung erfuhr die Stadt durch die Straßen- und Bahnanbindung. Von 1905 bis 1969 verkehrte der sagenumwobene „Bürgeler Esel“ zwischen Porstendorf und Eisenberg. Prägend für das Stadtbild war zudem die Errichtung des Schulgebäudes im Jahr 1912.

Während am Steingraben und auf der Zense neue Wohngebiete entstanden, haben sich im Gewerbegebiet in den Satteln neben Gewerbebetrieben, dem Feuerwehrgerätehaus und der Kindertagesstätte auch mehrere Einkaufsmärkte, eine Tankstelle und Gemeinschaftsarztpraxen angesiedelt.

Seit 1994 hat die Stadt Bürgel 14 Ortsteile und ist erfüllende Gemeinde für Graitschen, Poxdorf und Nausnitz.

Weiterlesen…

Vecpiebalga

Riedlingen