Ortsteile der Stadt Bürgel

Zur Stadt Bürgel gehören die 14 Ortsteile:
Beulbar-Ilmsdorf-Gerega, Droschka-Silbertal, Hetzdorf, Hohendorf-Nischwitz-Göritzberg, Thalbürgel-Gniebsdorf, Rodigast-Lucka und Taupadel

Darüber hinaus gehören verwaltungsmäßig zur Erfüllenden Gemeinde Bürgel die politisch selbstständigen Gemeinden:
Graitschen, Poxdorf und Nausnitz

Beulbar, Ilmsdorf und Gerega

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Droschka und Silbertal

Die Ortsteile Droschka und Silberthal liegen unmittelbar nebeneinander und wurden schon in früheren Zeiten als Gemeinde Droschka geführt.

Droschka wurde erstmals 1145 als Draskow urkundlich erwähnt. Spätere Ortsnamen, wie Drosz (1198) und Drosz (1280) weisen eindeutig auf die slawische Herkunft hin. Dem Kloster Bürgel zinsverpflichtet gehörte der Ort zum wirtschaftlichen Machtbereich des Klosters. Im späten Mittelalter besaß Droschka ein Gut, welches die Jahrhunderte überstand und erst nach 1945 Opfer der Bodenreformen wurde. Das verfallene Herrenhaus wurde letztendlich 1988 abgerissen.
Droschka1569 zählte der Ort 6 Häuser. Einwohner waren Kleinbauern und Tagelöhner. Die Flur erstreckte sich vom Lompertsberg bis ins Silberthal. Im oberen Buntsandstein befanden sich Gipslager; sodass im Ort eine kleine Gipsmühle entstand, welche Düngergips herstellte. Im 18 Jahrhundert wüteten einige Großbrände in Droschka. Mehrere Vereine, die Burschen – Gesellschaft, der Gesangsverein und der Radfah-rerverein prägten das gesellschaftliche Leben im Ort um 1900. In Droschka existier-ten viele Jahre ein Gasthof, ein Bäcker und ein Laden für den täglichen Bedarf, welcher später der Konsum wurde.
Droschka ist geprägt durch die Lage an der B7. Diese verläuft zwischen Trotz und Bürgel direkt durch die Ortschaft und wird beidseitig von Häusern gesäumt.
Bis 1972 führte die Bahnlinie zwischen Jena und Eisenberg an Droschka vorbei. Heute wird der ehemalige Bahndamm als Radwanderweg und Trimm-Dich-Pfad genutzt.

Silbertal liegt umgeben von herrlichen Wäldern eingebettet im Tal des Silberba-ches, welcher durch den Jüdengrund fließt. In Silberthal wurde 1871 eine Dampfbrauerei gegründet. Sie bestand bis Mitte des 1900. Später wurde es Betriebsferienheim und Kinderferienlager des VEB IKR Bitterfeld genutzt und nach 1989 zu einer Pension umgestaltet. Noch heute können Gestresste die Ruhe, die klare und saubere Luft genießen und ausgedehnte Wanderungen ins Holzland starten. Die Pension hat einen Biergarten, eine Kegelbahn sowie einen Festsaal, wo die Gäste mit gutbürgerlicher Küche versorgt werden.
SilberthalIn den letzten Jahren hat sich das Gesamtbild beider Ortschaften verändert. Viele Häuser wurden modernisiert und rekonstruiert. Der Gutspark ist beliebter Picknick-Platz und Ausgangspunkt für Wanderungen. Durch den bestehenden Förderverein werden dort alljährlich die nunmehr traditionellen Maifeuer sowie Dorf- und Kinderfeste veranstaltet.

Hetzdorf

Der Ort Hetzdorf mit seinen 28 Häusern (Anwesen) und rund 100 Einwohnern liegt auf ca. 280 m Höhe. Die Größe der Gemarkung Hetzdorf ist ca. 250 ha.
1378 wurde der Ort erstmals urkundlich genannt.
Man geht davon aus, dass die Nutzbarmachung des Geländes um Hetzdorf auf Arbeiten der Mönche vom Kloster Bürgel und von slawischen Siedlern zurückzuführen ist. Der Großteil von Hetzdorf gehörte zum wettinischen Kreisamt Eisenberg. 2 Häuser des Orts mit den zugehörigen Feldgütern gehörten als Vorwerk zum Besitz des Klosters Bürgel.
Erst ab 1920 gehörte Hetzdorf vollständig zum Freistaat Thüringen.
In Hetzdorf gab es auch ein Rittergut, entstanden nach der Säkularisation aus einem der Anwesen, die zum Kloster gehörten. Es bestand als solches bis 1660 und wurde dann an Hetzdorfer Bauern verkauft. Das Anwesen gibt es heute noch. Ritter leben nicht mehr drin.
Zu erwähnen ist noch das sog. Sühnekreuz, das in einer Hohle im Norden des Dorfes steht. Leider ist keine Jahreszahl eingeschlagen.
Zum regen Dorfleben gehört das jährliche Maibaum setzen und die Herbstfeste. Sie finden auf dem Dorfplatz statt, wo sich auch das Bürgerhaus befindet. Dort steht eine mächtige, alte Eiche, die Friedenseiche, die im Jahr 1871 zum dem Ende des deutsch-französischen Krieges gepflanzt wurde.
Hetzdorf liegt heute etwas abseits, südlich der Bundesstraße 7 und ist nur über eine einzige Straße, die durch den Ort Silbertal führt, zu erreichen. In früheren Zeiten lag Hetzdorf nicht so abseits. Wichtige Straßen führten durch dieses Dorf. Die Ost-West Hauptstraße über Lucka nach Zeitz und die Bierstraße von Köstritz nach Bürgel.
Wandert man in die nahe Umgebung auf den vielen, gut ausgewiesenen Wanderwegen durch den Gänsegrund oder den Krakelgrund, ist man recht schnell im Holzland oder in der Stadt Bürgel.
Heute noch sieht man im Gelände, wo sich ehemals Sandgruben, Steinbrüche und Lehmgruben befanden, wo in früheren Jahren das Baumaterial für die Häuser abgebaut wurde. Mit etwas Glück findet man auf den südlich gelegenen Feldern sogar einen Karneolstein, einen Halbedelstein, der bis 15 cm Durchmesser haben kann.

Hohendorf, Nischwitz und Göritzberg

Hohendorf trägt seinen Namen zu Recht – das kleine Dorf liegt nördlich von Bürgel auf einer Anhöhe. Noch höher gelegen ist die Kirche – eine weithin sichtbare Landmarke. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten im Innenraum wurde das Gotteshaus 2002 neu eingeweiht. Regelmäßig finden hier nicht nur Gottesdienste statt. Zu den Chor- Hohendorfund Gospelkonzerten und dem schon traditionellen Adventskonzert mit dem Chor „alta villa“ füllen sich die Bänke in der Kirche. Die historisch wertvolle Orgel bedarf einer gründlichen Sanierung.
Seit fast 1000 Jahren prägt die Landwirtschaft das Leben in den drei Dörfern der oberen Abteil. Nach privater Einzelwirtschaft und Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaft werden heute die umliegenden Felder vor allem von der Bäuerlichen Aktiengesellschaft „Abtei“ mit Sitz im benachbarten Rauschwitz bewirtschaftet. Die Tiere der Schäferei Irrgang weiden auf den Hohendorfangrenzenden Wiesen. In Göritzberg ist eine Schlosserfirma ansässig.

Nischwitz und Göritzberg waren schon immer nach Hohendorf orientiert. Die kleinen Orte slawischen Ursprungs besaßen keine eigene Kirche, keine Schule; aber bis 1950 eine eigene Gemeindevertretung. Ab Juli 1950 bis zur Gebietsreform im Jahr 1994 bildeten sie mit Hohendorf eine Gemeinde. In Nischwitz fallen insbesondere die schönen, gut erhaltenen Fachwerkhäuser auf. (Außerdem finden wir hier einen als FND geschützten Teich.)
Seit 1996 lockt jedes Jahr am Ostersonnabend ein weithin leuchtendes Osterfeuer viele Besucher zur nahegelegenen Wilhelmshöhe mit zwei großen alten Gerichtslinden, von welcher aus man bei guter Sicht die Leuchtenburg sehen kann. Vom Flurstück „Die Windmühle“ in Göritzberg hat man ebenfalls eine herrliche Aussicht über weite Teile unseres Landkreises.

Thalbürgel und Gniebsdorf

Unterhalb der Stadt Bürgel, direkt an der B 7 zwischen Eisenberg und Jena, liegen die Dörfer Thalbürgel und Gniebsdorf. Beide Dörfer sind Ortsteile von Bürgel und gehören territorial unweigerlich zusammen.

Die Orte sind ebenso über zahlreich ausgeschilderte Wander- und Radwege sehr gut zu erreichen.Das gleich nach der Wende auf Gniebsdorfer Flur entstandene neue Wohngebiet „Auf der Zense“ fügt sich harmonisch ins Landschaftsbild ein.

Klosterkirche

In den beiden Ortsteilen wohnen ca. 800 Menschen.

Im Ortskern von Thalbürgel steht, umsäumt von herrlichen alten Lindenbeständen, die 1133 gestiftete Klosterkirche, die mit zu den bedeutendsten sakralen Baudenkmälern Thüringens gehört. In unmittelbarer Nähe der Kirche befinden sich ehemalige Wirtschaftsgebäude der Klosteranlage, der Zinsspeicher und die Klosterscheune. In dem einzigen noch vollständig erhaltenen Profangebäude des ehemaligen Mönchsklosters, der Zinsspeicher, ist heute ein Museum untergebracht, in dem eine Sammlung von einzigartiger Vielfalt zum dörflichen

Museum Zinsspeicher

und kleinstädtischen Leben der letzten 200 Jahre besichtigen werden kann. Im gleichen Gebäude befindet sich auch eine „Alte Schuhmacherei“ als Schauwerkstatt.

Die drei Klosterteiche, die den Mönchen zur Fischzucht dienten, bieten heute den Dorf-bewohnern und den Besuchern eine wunderbare Oase der Erholung und Entspannung.

Museum Zinsspeicher

Weitere Sehenswürdigkeiten sind der alte Dorfbrunnen am Bornberg, der historische

Tanz-platz in Gniebsdorf unter den Linden und die Talmühle als „Technisches Schauwerk“ einer ehemaligen Wassermühle.

Veranstaltungen des Ortes:

  • die regelmäßig stattfindenden Konzerte in der Klosterkirche von Mai – Oktober
  • das „Traditionelle Maibaumsetzen“ am Wochenende zum 1. Mai
  • die Vatertagsveranstaltung zu Himmelfahrt vor dem Museum „Zinsspeicher“
  • das dreitägige Pfingstfest mit Ständchen blasen und Tanzveranstaltungen
  • die Jazz-Basilika im Juli
  • das beliebte „Klosterfest“ im gesamten Ort, am letzten Wochenende im Juli
  • das Lindenfest auf dem Tanzplatz in Gniebsdorf am 2. Wochenende im August
  • das „Backofenfest“ zum Tag des offenen Denkmals mit Kuchen und Brot aus dem historisch erbauten Backofen
    der Adventsmarkt am 2. Advent auf dem Klostervorplatz u. a.

Rodigast und Lucka

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Taupadel

bild-1Taupadel mit Blickrichtung zum „Dorlberg“.

Taupadel liegt ca. 5km westlich vom Zentrum der Stadt Bürgel und ist von mehreren Bergkuppen umringt. „Die Bergkuppen, die aus dem silbernen Nebelmeere emporragen zum blauen, klaren Himmel, sind von den Sonnenstrahlen überflutet, und wie von flüssigem, roten Golde übergossen, schimmern die Baumkronen des Waldes, der ihren Rücken bedeckt. Jetzt dringt der Sonnenblick siegreich vor …“ Diese Worte wählte Ernst Ferdinand Köcher in der romantischen Einleitung seines Romans „Die Burggrafen von Kirchberg“ und beschrieb eine Szene unterhalb des Fuchsturms zu Jena. Doch könnte es gut sein, dass Köcher sich durch die Idylle von Taupadel, wo er 1864 geboren wurde, inspirieren ließ. Wenn unter den Taupadlern die Altvorderen auf einen Berg gehen, sagen sie nicht, sie gehen hinauf, sondern „sie giehn eier nahn“. Ihren Ort nennen sie liebevoll „Tuppadel“. Schon in alten Schriften taucht dieser Name für den Ort auf, dessen Ersterwähnung mit dem Jahr 1256 belegt ist.
Etwa 100 Einwohner zählt das Dorf, in dessen Mitte eine kleine Kirche emporragt, die am 24.10.1680 eingeweiht wurde. Das Dorf hatte auch eine Schule, die gemeinsam mit der Nachbargemeinde Rodigast errichtet und unterhalten wurde.

bild-2
Klassenfoto unmittelbar vor dem Schulgebäude aus dem Jahr 1906.

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Schule geschlossen. Nach dem Krieg wurde sie nicht wiedereröffnet und diente zunächst als Ferienlager, dann als Touristenstation und zuletzt als Schullandheim.

bild-3

Mit zahlreichen Besuchen der Touristenstation durch Kinder und Jugendliche hat Taupadel einen hohen Bekanntheitsgrad in der nahen und ferneren Umgebung erlangt. Kurt Bauer aus Gösen leitete die Touristenstation über viele Jahre und hat viele Spuren hinterlassen. Er ist ebenso als Maler bekannt. Taupadel oder den „Alten Gleisberg“ hat er oft als Motiv gewählt.

bild-4

Das Bild „Schneeverwehtes Gleisbergdorf“ stammt aus dem Jahr 1956. Dabei handelt es sich um Taupadel mit dem „Alten Gleisberg“

Der „Alte Gleisberg“ befindet sich unweit entfernt von Taupadel. Durch die Entdeckung von Resten einer ur- sowie frühgeschichtlichen Höhensiedlung erlangte er eine besondere Bedeutung. Er ist aber auch ein beliebtes Wanderziel. Ein lohnenswerter Wanderweg führt von Taupadel aus über den Lindenberg, über den Wachtberg zum „Alten Gleisberg“. Der Weg ist als Naturlehrpfad gestaltet. Eine Vielzahl von Informationstafeln geben Auskunft über die Tier- und Pflanzenwelt. Wege nach unten führen in die Nachbarorte Jenalöbnitz, Löberschütz oder Graitschen. Wer zurück nach Taupadel möchte, kann für den Abstieg die südwestlichen Pfingstrosenhänge des Gleisberges wählen.
Taupadel ist durch die idyllische Umgebung Anziehungspunkt für viele Wanderer. Die Pflanzenwelt ist typisch für das mittlere Saaletal und bietet Orchideen, Kuhschellen, Schlüsselblumen, Veilchen, Leberblümchen, Silberdisteln und vieles mehr. Auffällig und immer noch erkennbar sind die von den Bauern angelegten Pfingstrosenhänge.

bild-5

Zum wahren Anziehungspunkt hat sich die Trollblumenwiese entwickelt.

Im Verlauf des 2. Weltkrieges sind fünf junge Taupadler Männer gefallen. Zwei Bauernhöfe verloren ihre Existenz, weil die Söhne nicht zurückkehrten. Besonders tragisch war das Ereignis kurz vor Kriegsende, bei dem das Ehepaar Martha und Hermann Dietschi und der Bürgermeister Paul Töpel von den Nazis ermordet wurden.
Über mehrere Jahrhunderte war hauptsächlich die Landwirtschaft die Lebensgrundlage für die Taupadler. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die landwirtschaftlichen Kleinbetriebe durch die Genossenschaftsbildung verdrängt, ein Schicksal das Taupadel mit vielen umliegenden Dörfern teilt. Inzwischen haben die Menschen sich anderweitig orientiert. Auch siedelten sich mehrere Handwerksbetrieb an, darunter auch eine Töpferei.
Taupadel konnte sich seine idyllische Atmosphäre bis heute bewahren und eines Tages werden es die Taupadler wieder schaffen, das in der ganzen Umgebung beliebte Lindenblütenfest auf dem Lindenberg unter freiem Himmel neu zu beleben.