Unterwegs mit dem Nachtwächter durch Bürgel

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Rund 100 Teilnehmer folgten der Einladung des Bürgermeister Johann Waschnewski und erkundeten die Stadt Bürgel zu abendlicher Stunde. Unter Führung des Ortschronisten Friedrich Sattler begann der Rundgang im Rathaus und führte dann über den Markt- und Baderplatz. Dort erzählte der Nachtwächter die markanten historischen Entwicklungen in Bürgel nach dem letzten großen Stadtbrand und erklärte, welche Familien und Gewerke in den Häusern untergebracht waren. Dabei ging er detailliert mit vielen Jahreszahlen auf wesentliche Veränderungen und Umgestaltungen in den letzten Jahrhunderten ein. Am Badertor wurde neben dem letzten vorhandenen Stadttor auch der Georgenberg und die Klosterkirche Thalbürgel gezeigt, was der Ursprung für den heiligen Georg als Schutzpatron im Stadtwappen, für den Stadtnamen von Burgelin (einer kleinen Burg auf dem Georgenberg) und die urkundliche Ersterwähnung als Stadt im Zusammenhang mit dem Kloster Bürgel im Jahr 1234 ist. „Bürgel zählt noch vor Jena zu den 20 ältesten Städten Thüringens, weshalb wir eine lange Geschichte haben, die wir mit dieser Veranstaltung lebhaft erfahrbar machen wollten. Mit dem Nachtwächterrundgang ist es gelungen, Interesse für unsere Heimat zu wecken“, sagte Waschnewski. Zurück ging es am Friedhof vorbei über die Jenaer Straße zum Rathaus, wo der Rundgang mit dem Nachtwächterruf endete. Die Teilnehmer lauschten gespannt den Ausführungen des Nachtwächters und stellten mit großer Begeisterung viele Fragen, die von Herrn Sattler mit viel Wissen beantwortet wurden. Aufgrund der regen Teilnahme soll es im Frühjahr 2017 eine weitere Führung mit einer neuen Route geben.