Hetzdorf

Der Ort Hetzdorf mit seinen 28 Häusern (Anwesen) und rund 100 Einwohnern liegt auf ca. 280 m Höhe. Die Größe der Gemarkung Hetzdorf ist ca. 250 ha.
1378 wurde der Ort erstmals urkundlich genannt.


Man geht davon aus, dass die Nutzbarmachung des Geländes um Hetzdorf auf Arbeiten der Mönche vom Kloster Bürgel und von slawischen Siedlern zurückzuführen ist. Der Großteil von Hetzdorf gehörte zum wettinischen Kreisamt Eisenberg. 2 Häuser des Orts mit den zugehörigen Feldgütern gehörten als Vorwerk zum Besitz des Klosters Bürgel.


Erst ab 1920 gehörte Hetzdorf vollständig zum Freistaat Thüringen.


In Hetzdorf gab es auch ein Rittergut, entstanden nach der Säkularisation aus einem der Anwesen, die zum Kloster gehörten. Es bestand als solches bis 1660 und wurde dann an Hetzdorfer Bauern verkauft. Das Anwesen gibt es heute noch. Ritter leben nicht mehr drin.


Zu erwähnen ist noch das sog. Sühnekreuz, das in einer Hohle im Norden des Dorfes steht. Leider ist keine Jahreszahl eingeschlagen. Zum regen Dorfleben gehört das jährliche Maibaum setzen und die Herbstfeste. Sie finden auf dem Dorfplatz statt, wo sich auch das Bürgerhaus befindet. Dort steht eine mächtige, alte Eiche, die Friedenseiche, die im Jahr 1871 zum dem Ende des deutsch-französischen Krieges gepflanzt wurde.


Hetzdorf liegt heute etwas abseits, südlich der Bundesstraße 7 und ist nur über eine einzige Straße, die durch den Ort Silbertal führt, zu erreichen. In früheren Zeiten lag Hetzdorf nicht so abseits. Wichtige Straßen führten durch dieses Dorf. Die Ost-West Hauptstraße über Lucka nach Zeitz und die Bierstraße von Köstritz nach Bürgel. Wandert man in die nahe Umgebung auf den vielen, gut ausgewiesenen Wanderwegen durch den Gänsegrund oder den Krakelgrund, ist man recht schnell im Holzland oder in der Stadt Bürgel.


Heute noch sieht man im Gelände, wo sich ehemals Sandgruben, Steinbrüche und Lehmgruben befanden, wo in früheren Jahren das Baumaterial für die Häuser abgebaut wurde. Mit etwas Glück findet man auf den südlich gelegenen Feldern sogar einen Karneolstein, einen Halbedelstein, der bis 15 cm Durchmesser haben kann.